DAS VIRTUELLE MUSEUM DER KHMER-KUNST
GLOSSAR

 

 

     
 
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  Mahabharata (Sanskrit, महाभारत) [die große Geschichte der Bharats]: Das Mahabarata ist neben dem Ramayana das bekannteste indische Epos. Mit mehr als 74000 Versen wurde es wohl erstmals zwischen 400 v. Chr. bis 400 n. Chr. niedergeschrieben. Der Legende nach wurde es von Vyasa dem Gott Ganesha diktiert.  
  Mahisa [Mahisha]: Der büffelköpfige Dämon (asura), der von der Durga in der Schlacht mit den Asuras besiegt wurde. Der Kampf zwischen Mahisasura und Durga fand zu der Zeit statt, als die Dämonen die Macht von den Göttern übernommen hatten. Sie kontrollierten die Priester und verspeisten die Opfergaben, die zu Ehren der Götter dargebracht wurden. Angesichts ihrer schwindenden Macht erschufen die Götter eine mächtige Göttin, die ihnen helfen sollte: Durga. Diese besiegte Mahisa und die Asuras.  
  Mahisasura-Mardani: Die den Büffeldämon Mahisa tötete.  
  Mahayana (Sanskrit, महायान) [maha=groß, yana=Fahrzeug: Größeres Fahrzeuge]: Mahayana ist eine weitverzweigte religiöse und philosophische Ideenwelt. Die fundamentalen Prnzipien von Mahayana basieren auf der Doktrin, daß eine universale Befreiung aller Lebewesen vom Leiden möglich ist.  
  Maitreya (Sanskrit, मैत्रेय [maitri=universale Liebe, mitra=Freund]: Der Bodhisattva, der als künftiger Buddha auf die Erde kommen wird, um Erleuchtung und Erlösung zu bringen.  
  Meru (Sanskrit, मेरु): In der hinduistischen und buddhistischen Kosmologie ein unvorstellbar hoher heiliger Berg, der das Zentrum des Universums bildet. Hier lebt Brahma und die übrigen Gottheiten. Viele Khmer-Tempel sind eine stilisierte Darstellung des Bergs Meru.  
  Modaka: Eine runde, limonengroße Süßigkeit, die aus Reis, Kokosnuss und Zucker hergestellt wird. Die bevorzugte Leckerei von Ganesha.  
  Mon: Eine ethnische Volksgruppe in Südostasien, auch bekannt als Talaing. Der bedeutendste der frühen Mon-Staaten war Dvaravati (6. bis 10. Jh.) mit einer stark von Indien beeinflussten Kultur. Ab dem 10. Jahrhundert mussten die Mon vor den sich ausbreitenden Khmer nach Norden ausweichen, ihr Zentrum wurde Lamphun (Haripunjaya).  
  Mucalinda [Mucilinda]: Der Name der Naga (ein schlangenartiges Wesen), der den Buddha nach seiner Erleuchtung vor den Elementen beschützte. Dies bezieht sich auf die Geschichte des siebentägigen Regens, der am sechsten Tag der Erleuchtung Buddhas begann. Um Schutz vor den Überschwemmungen des nahegelegenen Sees zu suchen, war Mucalinda aus dem Wald geflüchtet und beschützte Buddha mit seinem Körper. So konnte dieser seine Meditation ohne Störung fortsetzen.  
  Mudrā (Sanskrit: मुद्रा) [Siegel]: Eine symbolische oder rituelle Geste im Buddhismus und Hinduismus. Zusammen mit den āsanas [Sitzhaltungen], werden sie als feststehende Haltungen in der Meditation angewandt.  
     
     

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