DAS VIRTUELLE MUSEUM DER KHMER-KUNST
WIRTSCHAFT IN FUNAN

 

 

 

 

 

Funan war die erste große Handelsmacht in Südostasien. Es erstaunte sogar Experten, daß man in Oc Eo und später bei Ausgrabungen in Funan auf römische und ägyptische Gegenstände stieß. Es muß einen bedeutsamen Austausch von Handelswaren mit Indien gegeben haben. Handelsbeziehungen zu dem persischen Sassanidenreich und den griechischen Ptolemäern sind belegt. Chinesische Quellen weisen nach, dass Funan Gold, Silber, Bronze, Zinn, Lorbeerholz, Elfenbein und Jade exportierte.

Wissenschaftler sind sicher, daß es eine bedeutende Salzgewinnungsindustrie gab. Fisch war ein wichtiger Bestandteil der Küche und die Bevölkerung Funans war um den Mekong herum konzentriert. Dieser Fluß bildete die Grundlage für den wichtigen Reisanbau. Es gibt Nachweise, dass Funan einst eine starke Seemacht war, die aktiv den Überseehandel betrieb. Der Transport der Waren erforderte in größerem Umfang Boote und Kanäle als Straßen. Man brauchte also Bootsbauer für die Binnenschiffe, die auf dem Mekong verkehrten, aber auch Überseeschiffe. In den befestigten Städten lebten Kunsthandwerker, die Edelmetalle und Juwelen verarbeiteten. Steuern und Tributzahlungen wurden in Gold, Silber und Perlen bezahlt.

Eventuell waren die Änderungen in den internationalen Handelsarten oder die zunehmende Bedeutung des Reises dafür verantwortlich, dass sich das Machtzentrum im 5. bis 6. Jh. von Funan nach Kambodscha verschob.

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Goldringe und Medaillon aus Go Xoai
aus: Art and Archeology of Fu Nan, ed. by J. Khoo, Bangkok 2004
 

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